Pico del Teide

Vegetation

Viele Pflanzen rund um den Vulkan sind endemisch. In einem Bereich von der Küste bis etwa in 600 m Höhe im Norden und 1000 m Höhe auf der Südseite Teneriffas befindet sich die Sukkulentenbusch-Zone. Hier wächst unter anderem der Drachenbaum (Dracaena draco), von dem sich das schönste Exemplar im Ortszentrum von Icod de los Vinos befindet. Zahlreiche Sukkulenten sind in dieser Vegetationsstufe anzutreffen, etwa die Wolfsmilch-Arten Euphorbia balsamifera und Euphorbia canariensis.

Kleinia neriifolia

An der Nordabdachung des Vulkans findet sich ab etwa 600 m Höhe der subtropisch-feuchte Lorbeerwald. Dies ist die Zone, die durch die herantreibenden Passatwolken eingehüllt wird und daher reichlich Feuchtigkeit bekommt. Der Lorbeerwald ist ein auf den Kanarischen Inseln, aber auch auf Madeira und den Azoren vorkommender wärmeliebender, immergrüner Wald. Es handelt sich um eine Reliktform aus dem Tertiär. Während dieser Waldtyp vom europäischen Festland verdrängt wurde, konnte er das Rückzugsgebiet auf den atlantischen Inseln behaupten.

Plocama pendula

Oberhalb der Baumgrenze schließt sich die subalpine Zone an. Hier herrschen extreme Bedingungen, an die sich nur wenige Pflanzenarten angepasst haben. Diese Pflanzen müssen Trockenheit, Schnee und große Temperaturschwankungen aushalten. Im Krater findet sich daher nur eine spärliche Vegetation. Bemerkenswert ist der Teide-Natternkopf (Echium wildpretii) mit seiner bis zu 3 m hohen Blüte.

Eine der häufigsten Pflanzen der subalpinen Zone ist der Teide-Ginster (Spartocytisus supranubius). Dieser bildet ausladende, weitverzweigte Büsche mit weißen Blüten. In den Gipfelregionen findet sich das stark gefährdete Teide-Veilchen (Viola cheiranthifolia), das von Alexander von Humboldt bei seiner Teide-Besteigung 1799 entdeckt und beschrieben wurde.