Pico del Teide

Teneriffa

Teneriffa bildet mit einer Fläche von 2057 km² die größte Insel des Kanarischen Archipels. Etwa 300 km vor der Westküste Afrikas und rund 1500 km südlich des spanischen Mutterlandes gelegen, wird Teneriffa gerne als "Insel des ewigen Frühlings" bezeichnet.

Teneriffa lebt vom Tourismus. Die Urlauberströme zieht es vor allem in den sonnigen Süden. Rund um den Ort Playas de las Américas liegen die großen Hotelkomplexe für den Pauschalurlaub. Aber auch auf der Nordseite, in Puerto de la Cruz, gibt es eine gute touristische Infrastruktur. Der Norden ist allerdings nicht so sonnensicher, da sich hier die Passatwolken an den Hängen der Berge stauen.

Puerto de la Cruz

Das Innere Teneriffas ist gebirgig. Im Zentrum der Insel erhebt sich ein mächtiger Vulkan: der 3718 m hohe Pico del Teide. Die Morphologie der Insel bewirkt, dass sich verschiedene Klima- und Vegetationszonen auf Teneriffa finden. Man bezeichnet die Insel daher gerne als einen Mikrokontinent.

Los Silos

Viele Pflanzenarten sind endemisch, also nur hier und auf benachbarten Inseln anzutreffen. Typisch für den Inselnorden ist der Lorbeerwald, welcher heute aber in seiner ursprünglichen Form stark bedroht ist. In tieferen Regionen zählt der Drachenbaum (Dracaena draco) zu den bekannten Vertretern der kanarischen Pflanzenwelt. In größeren Höhen bestehen die Wälder überwiegend aus der robusten Kanarischen Kiefer (Pinus canariensis).

Durch die Lage Teneriffas im subtropischen Passatgürtel herrschen das ganze Jahr über milde und stabile Wetterbedingungen. Aus nordöstlicher Richtung bringt der Passatwind Wolken heran, die sich an den Hängen stauen. Von der Nordseite aus betrachtet liegt der Pico del Teide daher oft unter einer Wolkendecke.

Die herankommenden Wolken werden durch die Berge nach oben gelenkt, wo sie Niederschläge bringen. Dies bedingt auf der Nordseite Teneriffas eine Landschaft, die durch landwirtschaftliche Nutzung und üppige Vegetation gekennzeichnet ist. Da die Wolken die hohen Bergkämme aber nicht übersteigen, herrschen dahinter, also im Süden und Südwesten der Insel, besonders trockene Klimabedingungen. Entsprechend findet sich dort nur eine spärliche Vegetation in einer wüstenartigen Umgebung.

Anaga-Gebirge

Der wichtigste Wirtschaftszweig Teneriffas ist der Tourismus. Die rund 3,5 mio Besucher jährlich schaffen in großer Zahl Arbeitsplätze im Dienstleistungsgewerbe. Industrieanlangen finden sich vor allem rund um die Inselhauptstadt Santa Cruz, wo auch eine große Erdöl-Raffinerie angesiedelt ist. In der Landwirtschaft bilden Bananenkulturen die wichtigste Einnahmequelle.