Pico del Teide

Geologie

Teneriffa ist eine vulkanische Insel. Die Entstehung von Teneriffa und des Pico del Teide vollzog sich in mehreren Phasen. Dabei stellt der heutige Vulkangifpel und die ihn umgebende Kraterstruktur eine recht junge Bildung dar. Der Teide ist ein Schichtvulkan, in dessen Gipfelregion ein gewaltiger Einsturzkrater (Caldera) entstand.

Geologische Karte von Teneriffa

Miozän

Die ältesten vulkanischen Ablagerungen sind miozäne Basalte. Sie finden sich im Teno- und im Anagagebirge, außerdem am Roque del Conde im Südwesten der Insel. Diese isolierten Vorkommen deuten möglicherweise darauf hin, dass in der Anfangsphase mehrere Inseln entstanden, die erst durch spätere Eruptionen zum heutigen Teneriffa vereint wurden. Neben Basalten treten Pyroklastika, Trachyte und Phonolithe auf. Die ältesten Gesteine finden sich im Gebiet des Roque del Conde. Ihr Alter beträgt mehr als 11 mio Jahre.

Cañadas-Serie

Über den miozänen Basalten folgt eine Serie mit weitere Basalten, Trachyten und Phonolithen. Stellenweise sind Ignimbrite anzutreffen. Dies sind Gesteine, die aus der Ablagerung von feinkörnigem Auswurfmaterial in heißen Glutwolken entstanden. Zum Hangenden der Cañadas-Serie hin treten verstärkt saure Laven auf. Die ältesten Vulkanite der Serie entstanden vor 2 mio Jahren.

Junge Basalte

Diese jungbasaltischen Ablagerungen bilden Schlacken- und Lavafelder im Bereich der Caldera und langgestreckte Lavaströme in Küstennähe. Da sie bisher nur gering verwittert sind, weisen sie scharfkantige, unausgeglichene Formen auf. Der Vulkanismus Teneriffas ist auch bis zum heutigen Tage nicht zum Erliegen gekommen. Aus historischer Zeit sind zahlreiche Eruptionen bekannt.