Vulkaninsel Lanzarote

Vegetation

Auf den Kanarischen Inseln hat sich durch die isolierte geographische Situation eine besondere Pflanzenwelt entwickelt, die durch viele endemische Arten gekennzeichnet ist. Es gibt jedoch Gemeinsamkeiten mit Marokko und den Nachbarinseln im Atlantik.

Gänsedisteln sind weit verbreitet
Da Lanzarotes höchste Erhebung bloß rund 670 m beträgt, fehlen ausreichend hohe Berge, an denen sich die aus Nordosten kommenden Passatwolken stauen und abregnen können. Die Vegetation hat sich auf die Regenarmut eingestellt.

Fast die gesamte Insel gehört zur Sukkulentenbusch-Zone. Der Bewuchs ist nicht flächendeckend und als auffälligstes Element treten Wolchsmilcharten hervor. Im Frühjahr allerdings können sich nach Regenfällen große Flächen in einen buten Blütenteppich verwandeln.

Wolfsmilch in der Sukkulentenbusch-Zone Lanzarotes

Höhere Lagen, etwa im Famara-Massiv, gehören bereits zur Zone der thermophilen Buschwälder. Hier ist die Vegetation dichter und es treten auch größere Sträucher und lockere Baumbestände auf.

Aeonium lancerottense in der Zone der thermophilen Buschwälder

Gelegentlich sieht man Agaven und Kakteen in der Landschaft. Sie stammen ursprünglich nicht von den Kanarischen Inseln, sondern wurden vom Menschen angesiedelt. Diese Pflanzen haben sich in der Landschaft ausgebreitet, wo sie die heimische Flora bedrohen. Allerdings sind die Schäden auf Lanzarote bisher nicht so groß wie beispielsweise auf Teneriffa.