Gran Canaria

Kanarische Inseln

Flora

Die Pflanzenwelt Gran Canarias ist geprägt durch eine außerordentliche Vielfalt. Von der Küste bis in das Hochgebirge im Inselzentrum haben sich verschiedene Vegetationszonen ausgebildet.

Viele Pflanzenarten sind endemisch, d.h. sie kommen nur hier oder auf den benachbarten Inseln vor. Ähnlichkeiten gibt es auch zur Pflanzenwelt Madeiras, der Kapverden und der Azoren. Durch die europäische Besiedlung sind zahlreiche fremde Pflanzen auf die Insel gelangt, die dem Ökosystem der Kanareninsel im Laufe der Jahrhunderte große Schäden zugefügt haben.

Kanarische Kiefer

Das Wahrzeichen der Insel ist der Drachenbaum (Dracaena draco). Diese urtümliche Pflanze ist gar kein Baum, sondern gehört zu den Liliengewächsen. Sie bildet aber einen baumartigen Stamm aus, der bis 20 m hoch werden kann.

Typisch für weite Teile Gran Canarias war einst der Lorbeerwald, der sich heute nur noch an wenigen Stellen findet. Dieser immergrüne Waldtyp stellt eine Reliktform dar, die früher auch auf dem europäischen Kontinent verbreitet war.

Kanarischer Drachenbaum

In Lagen ab 1000 m stellt die Kanarische Kiefer (Pinus canariensis) den Hauptanteil der Baumvegetation. Mit ihren langen Nadeln fängt sie Feuchtigkeit aus den Wolken ab und ist ideal an das rauhe Klima der Höhenlagen angepaßt. Die Kanarische Kiefer besitzt einen harten, widerstandsfähigen Stamm, der auch Waldbrände übersteht.

Fauna

Gegenüber dem Pflanzenreichtum ist die ursprüngliche Fauna eher artenarm. Es fehlen größere Tiere. Ziegen, Schweine und Kaninchen kamen erst mit den Europäern. Die heimische Tierwelt besteht aus Eidechsen, Insekten und vielen Vogelarten.

Gran Canaria ist die Heimat des bekannten Kanarienvogels. Allerdings ist die hier lebende Urform (Serinus canaria) mit seiner grüngrauen Farbe wesentlich unscheinbarer als sein gezüchteter Verwandter.

Die Gewässer vor der Küste Gran Canarias sind fischreich. Zu den hier lebenden Arten gehören Rochen, Thunfisch, Meeräsche und Tintenfisch. Mit etwas Glück ist es auch möglich Wale und Delphine zu beobachten.